Warum

–> In der Zwischenzeit haben wir unsere öffentliche Website aufgeschaltet: www.intrinsic.ch/campus. Alle aktuellen Infos sind auf jener Seite zu finden. Diese Projekt-Notizen hatten ihren Zweck in der Vorbereitung des Projekts.


Industrialisierung & Digitalisierung: Die Welt verändert sich exponentiell. Dabei wird die Digitalisierung begleitet von einem massiven Wandel in Gesellschaft und Arbeitswelt. Wie kann sich die kommende Generation auf Jobs vorbereiten, die heute noch gar nicht erfunden sind? Und wie lassen sich die Freiheiten, die durch den Wandel entstehen, zum Wohle aller nutzen?

Wir sind überzeugt, dass der Fokus auf die intrinsische Motivation einen entscheidenden Beitrag zur Beantwortung dieser Fragen liefert. Denn Menschen, die aus eigenem Antrieb und auf Basis eigener Ambitionen handeln, erleben sich als autonom und selbstwirksam, werden resilient gegenüber den Anforderungen einer neuen Arbeitswelt und gewinnen Freiraum für ihre persönliche wie auch berufliche Entwicklung.

Wir verstehen den Sinn von Bildung als Beitrag dazu, dass Menschen qualifiziert tun, was sie wirklich wollen. Die Welt braucht zunehmend selbständige Individuen, die aus eigener Kraft denken, einordnen und kreieren können. Es geht darum, Lust und Leidenschaft fürs Leben zu entwickeln und Verantwortung fürs eigene Handeln zu übernehmen. Das Ziel von intrinsic ist die radikale Verschiebung von der extrinsischen zur intrinsischen Motivation beim Lernen.

Bildung & Paradigmenwechsel: Die Transformation der Schule findet bereits statt. Weil dabei fest verankerte Glaubenssätze zwar tangiert aber kaum je neu verhandelt werden, stösst die Erneuerung der Bildungskultur an Grenzen. Der intrinsic Campus will als Prototyp einen Beitrag zur Debatte über die Bildung der Zukunft leisten. Somit verstehen wir uns als Angebot und Ergänzung für die pädagogischen Hochschulen. Wir decken den Teil der Innovationen ab, die über die heutigen Bildungsinstitutionen hinausgehen. Damit sind wir ein Mosaikstein einer zukunftsgerichteten Bildungspolitik.

Dabei wird sich Bildung im fortschreitenden 21. Jahrhundert nicht ausschliesslich mit digitalisierten Methoden auseinandersetzen. Parallel zur Welt der neuen Technologien geht es primär um Bewusstseinsentwicklung und soziale Fähigkeiten. Vor allem auch Tätigkeiten der zwischenmenschlichen Fürsorge und Berufe des soliden Handwerks werden in Zukunft wichtiger denn je.

Unser Antrieb kommt von der Lust, das Neue zu testen – nicht nur darüber zu philosophieren. Wir haben ein Bild von einer Schule der Zukunft, wo die Schülerinnen und Schüler ihre Lernprozesse aus innerem Antrieb spielerisch und selbstverantwortlich gestalten. Dabei verändert sich die Rolle der Lehrperson grundlegend: Sie wird von der Stoff-Vermittlerin zur Lernbegleiterin, welche die individuellen Entwicklungen fördert und die Kinder auf Augenhöhe in einen sozialen Kontext einbindet.

«Stell dir vor, es gäbe einen Ort, an dem du tüfteln, bauen und experimentieren kannst,
einen Ort, an dem alles möglich ist und du deine wildesten Ideen und Phantasien umsetzen kannst;
einen Ort, wo du auch andere triffst, mit denen du gemeinsam an Neuem baust, die Welt gestaltest und veränderst.
Stell dir vor, dieser Ort heisst Schule.»
– Julia Kleeberger

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